Tradition lebt fort

Die Blasius-Bruderschaft hat am Sonntag ihr 569. Jahresfest, verbunden mit einem Festgottesdienst und der Jahresversammlung, gefeiert. Eine alte Tradition, die nachweislich bis ins Jahr 1457 zurückgeht. In der Pfarrei wurde vor 30 Jahren die Blasius-Bruderschaft wiederbelebt. Um 9.45 Uhr war beim Pfarrsaal Aufstellung zum Kirchenzug. Um 10 Uhr zelebrierte Pfarrer Jürgen Eckl einen feierlichen Fest- und Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes zu Ehren aller verstorbenen Mitglieder. Nach dem Gottesdienst wurde der Blasiussegen erteilt.

Anschließend trafen sich die Mitglieder im „Bräuhof“ zum Jahresfest, verbunden mit der Jahresversammlung. Zechpröbstin Gudrun Zollner eröffnete das Jahresfest. Zwei neue Mitglieder sind im vergangenen Jahr aufgenommen worden, die aktuelle Mitgliederzahl beträgt 161. Im Kassenbericht wurde erwähnt, dass der jährliche Mitgliederbeitrag gleich geblieben sei.

Wie aus den Ausführungen Zollners zu erfahren war, gehöre die Bruderschaft zur Geschichte Wallersdorfs und gehe auf die ursprüngliche St.-Blasius-, Urbani- und Floriani-Bruderschaft zurück. Eine soziale Gemeinschaft, die während ihres über 500-jährigen Bestehens große Bedeutung in kirchlicher und gemeinschaftlicher Hinsicht erworben habe. Die Geschichte der Bruderschaft lasse erkennen, dass sie sich in starkem Maße um soziale Notstände in der Pfarrei St. Johannes gekümmert habe. Der Kern- und Grundgedanke für das soziale Engagement sei seit Bestehen der Bruderschaft unverändert geblieben. Seit einigen Jahren führt Gudrun Zollner als Zechpröbstin (Vorsitzende) die Bruderschaft. Beim Jahresfest wurde beschlossen, dass die Blasius-Bruderschaft mit einer Spende an der Renovierung der Sebastianikirche beteiligt. Auf Anregung wird künftig die Bruderschaft auf der Homepage der Pfarreiengemeinschaft für Öffentlichkeit integriert, so Pfarrer Jürgen Eckl. Ein weiteres Anliegen war, Räumlichkeiten in Wallersdorf zu finden für die Errichtung einer Kleiderkammer, in Verbindung mit Caritas.

Nach dem Jahresbericht referierte Josef Süß, geschäftsführender Vorstand der Caritas Dingolfing, über deren Arbeit, etwa das Thema „Pflegen – Helfen – Beraten“, über die Sozialstation ambulante Pflege, über die allgemeine Sozialberatung und die Fachstelle für pflegende Angehörige, über die Abteilung Schuldnerberatung, die Flüchtlings- und Integrationsberatung, den Caritas-Laden, die Fachambulanz Suchtproblemeberatung, Schwangerschaftsfragen, Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern sowie für seelische Gesundheit.

Bericht/Foto: Ludwig Stich

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