Der Bittgang von Ganacker nach Gosselding ist am Mittwochabend ganz im Zeichen von Glaube, Brauchtum und gelebter Dorfgemeinschaft gestanden. Zahlreiche Gläubige aus Ganacker und Umgebung machten sich betend zu Fuß auf den Weg nach Gosselding, um den Vorabend von Christi Himmelfahrt zu begehen. Im Rahmen des 150. Gründungsfestes der Freiwilligen Feuerwehr Ganacker erhielt der Bittgang einen festlichen Charakter. Die Feuerwehr verband die Wallfahrt mit dem Schönwetterbitten für das Jubiläumsfest. Neben vielen Feuerwehrkameraden nahmen auch Schirmherr Martin Hiergeist, Festmutter Pamela Hiergeist sowie zahlreiche Festdamen und Festmädchen teil. In ruhiger und besinnlicher Atmosphäre zog die Gemeinschaft betend durch die Flur nach Gosselding. Dort feierte Pfarrer Arul mit den Teilnehmern einen Gottesdienst. In den Gebeten standen der Schutz für Mensch und Flur, die Anliegen der Dorfgemeinschaft sowie die Bitte um Gottes Segen im Mittelpunkt. Nach dem Gottesdienst machte sich die Gruppe wieder betend zu Fuß auf den Rückweg nach Ganacker. Während des gesamten Bittgangs sorgte die Freiwillige Feuerwehr für die Absicherung und Begleitung der Teilnehmer. Im Dorfhaus Ganacker fand der Abend einen stimmungsvollen Ausklang. Die „Wirtshausmuse“ sorgte für musikalische Unterhaltung, lockte zahlreiche Besucher in das bis auf den letzten Platz gefüllte Wirtshaus und regte sie zum Mitschunkeln und -singen an. Bei lockerer Stimmung, vielen Gesprächen und echter Wirtshausatmosphäre verbrachten die Gäste einige gesellige Stunden miteinander. So wurde der Vorabend zu Christi Himmelfahrt in Ganacker zu einem Beispiel dafür, wie Brauchtum, Glaube und Zusammenhalt gepflegt werden.
(Text und Foto: M. Bauer)