Zahlreiche Gläubige aus der Region haben sich am Freitag der Bittwoche in Büchling zu einer feierlichen eucharistischen Andacht unter freiem Himmel versammelt. Vor dem Blick über die landwirtschaftlichen Flächen der Pfarreien Wallersdorf, Altenbuch und Haidlfing erbaten sie Gottes Segen für die Saaten, die Natur und die Arbeit in der Landwirtschaft. Dekan Jürgen Josef Eckl spendete den eucharistischen Segen feierlich in alle vier Himmelsrichtungen. Die Flursegnung fand auf dem festlich hergerichteten Platz beim Anwesen der Familie Dengler statt. Die Familie hatte sämtliche Vorbereitungen übernommen und einen Altar im Freien hergerichtet. Bei mildem Wetter bot die weite Landschaft den Rahmen für das gemeinsame Gebet. Dekan Eckl schlug eine Brücke von der traditionellen Rolle zur modernen Lebensrealität. Wie groß der technische Fortschritt auch sein möge, die Grundlage es Lebens bleibe das tägliche Brot. Dabei sei man auf die Güte Gottes angewiesen: „An seinem Segen ist alles gelegen.“ Musikalisch wurde die Andacht vom Kirchenchor Großköllnbach/Wallersdorf unter der Leitung von Thomas Eiserle feierlich umrahmt, wobei die Kolpingjugend Wallersdorf ebenfalls den Bittgottesdienst mitgestaltete. Nach dem gesungenen Kyrie und dem Eröffnungsgebet folgte eine Schriftlesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther. Die Worte „Wer kärglich sät, wird auch kärglich ernten; wer mit Segen sät, wird mit Segen ernten“, mahnten die Anwesenden zu Vertrauen und Großzügigkeit. Die Gemeinde betete für das Wachstum der Saaten und günstige Witterung, für die Anerkennung und den Erfolg aller in der Landwirtschaft Tätigen sowie für den Schutz aller Arbeitnehmer vor Unfällen und Lasten. Ebenso wurde an die Menschen in Hungerregionen gedacht, während jene im Überfluss Lebenden zu Ehrfurcht aufgerufen wurden. Auch die Familien und der Frieden in der von Konflikten betroffenen Welt bildeten ein zentrales Anliegen. Höhepunkt war der Wettersegen. Dekan Eckl erbat darin den Schutz vor Blitz, Hagel und jedem Unheil für die Felder, Gärten und Wälder. Zum Abschluss spendete der Geistliche mit der Monstranz den eucharistischen Segen in alle Himmelsrichtungen über das Land.

(Text. S. Melis / Foto: K. Dengler)

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