Im Rahmen eines Familiengottesdienstes in der Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt haben die Pfarrangehörigen am Samstagabend Pfarrvikar Arul Irudayasamy Antonysamy verabschiedet. Nach seiner Zeit in der Pfarreiengemeinschaft Pilsting/Wallersdorf zieht es den Geistlichen nun für eine neue Aufgabe in die USA. Zuletzt hatte er intensiv die Pfarrei Wallersdorf betreut, wo er auch im Pfarrhaus lebte.
Der gebürtige Inder aus dem Bundesstaat Tamil Nadu war im Jahr 2016 nach Deutschland gekommen. Nach Stationen in Niederaichbach, Oberaichbach und Wörth an der Isar sowie in Sulzbach-Rosenberg trat er seinen Dienst in der Pfarreiengemeinschaft Pilsting/Großköllnbach mit den Benefizien Ganacker und Parnkofen an. Der 2005 zum Priester geweihte Geistliche, dessen Bruder ebenfalls als Priester im nahen Mallersdorf-Pfaffenberg tätig ist, bedankte sich zum Abschied für das ihm entgegengebrachte Vertrauen.
Da Pfarrvikar Arul im Anschluss direkt zum nächsten Einsatz nach Wallersdorf musste, fand die Verabschiedung gleich zu Beginn des Gottesdienstes statt. Dekan Jürgen Josef Eckl würdigte den scheidenden Mitbruder in seiner Ansprache ausführlich. Arul habe mit der Bildung der großen Pfarreiengemeinschaft Pilsting-Wallersdorf einen entscheidenden Prozess mitbegleitet und halte seit September 2024 in Wallersdorf die Stellung. Dabei habe er sich große Wertschätzung erworben. „Deine offene, humorvolle Art hat Herzen geöffnet“, betonte der Dekan. Zudem lobte Eckl die Zuverlässigkeit, das Pflichtbewusstsein und die Treue des Pfarrvikars: „Es gab nie ein Nein von dir. Ich konnte mich immer auf dich verlassen. Danke dafür, lieber Arul.“
Bezüglich des anstehenden Wechsels ins Ausland erinnerte Dekan Eckl an das priesterliche Selbstverständnis: „Ein Priester verwirklicht nicht seine eigenen Lebenspläne, sondern er dient mit seinem ganzen Leben dem Reich Gottes.“ Bis Ende August wird der Pfarrvikar noch vor Ort sein, ehe die neue Herausforderung in Übersee beginnt. Ob in Bayern oder in den USA: Die erste Aufgabe des Priesters sei es, den Menschen Hirte zu sein. Passend dazu überreichte der Dekan ein symbolisches Abschiedsgeschenk. „In Amerika sind es ganz spezielle Hüter der Herden: die Cowboys. Damit du dich in diese Rolle schnell einfindest, ein symbolisches Geschenk“, so Eckl, der dem Geistlichen einen Cowboyhut aufsetzte. Verbunden war das Präsent mit einer finanziellen Unterstützung für ein Kirchenbauprojekt in Aruls indischer Heimat. Die Gläubigen wünschten Pfarrvikar Arul für seinen weiteren Lebens- und Seelsorgeweg alles Gute und Gottes Segen.
Text und Foto: S. Melis