Ein festlicher Gottesdienst hat das kirchliche Leben in der Pfarrei Pilsting am Kirchweihsonntag geprägt: Mehrere Mädchen und Buben sind feierlich in die Ministrantengemeinschaft aufgenommen worden und haben sich bereit erklärt, künftig verlässlich den Dienst am Altar zu versehen. Passend zum Fest der Kirchweih schlug Dekan Jürgen Josef Eckl in seiner Predigt den Bogen vom historischen Bauwerk zur feiernden Gemeinschaft. Die ehrwürdige Kirche aus Stein sei mittlerweile 600 Jahre alt und könnte gewiss vieles erzählen – noch viel bedeutender sei jedoch die Kirche aus lebendigen Steinen: Die Menschen selbst seien das Schönste an der Kirche. Wann immer die Gläubigen zum Gottesdienst zusammenkommen, gemeinsam beten und die Eucharistie feiern, sei Christus mitten unter ihnen gegenwärtig. Letztlich gehe es genau darum auch beim Ministrantendienst. In seiner Ansprache an die Nachwuchskräfte hob der Geistliche die Tragweite dieser Aufgabe hervor. Den Dienst am Altar verrichten die Kinder und Jugendlichen stellvertretend für die gesamte Gottesdienstgemeinde – getragen von Freude, Treue und der Freundschaft zu Jesus Christus. Als sichtbares Zeichen dafür segnete der Geistliche die Ministrantenkreuze, die ihm von Gemeindereferentin Lisa Rattei angereicht wurden. Im Anschluss traten Dekan Eckl und Gemeindereferentin Rattei gemeinsam an die Kinder heran, überreichten jedem Einzelnen das gesegnete Kreuz und hießen sie offiziell in der Schar der Messdiener willkommen. Wie vielschichtig und symbolträchtig der liturgische Dienst ist, verdeutlichte eine besonders gestaltete Gabenprozession, die von Gemeindereferentin Lisa Rattei im Mittelgang begleitet wurde. Schritt für Schritt brachten die Ministranten die liturgischen Geräte und Gaben zum Altar und legten der Pfarrgemeinde deren theologische Bedeutung dar. Auch in den Fürbitten, die von fünf ausscheidenden Ministranten vorgetragen wurden, schloss die Pfarrgemeinde den Nachwuchs ein.

Fotos/Text: S. Melis