Ehejubilare feiern Dankgottesdienst

Ein Fest der Dankbarkeit feierten die Ehejubilare am Sonntagvormittag in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Pilsting. Dekan Jürgen Josef Eckl zelebrierte den feierlichen Gottesdienst, der ganz im Zeichen der Wertschätzung für die gemeinsamen Jahre und der Stärkung des Ehebundes stand. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Gemischten Chor Pilsting unter der Leitung von Willi Gabler.

In seiner Predigt stellte Dekan Eckl die zentrale Frage der Dankbarkeit in den Mittelpunkt und zog die Parallele zum Evangelium des Sonntags. Dort geht es um die Heilung von zehn Aussätzigen, von denen nur einer, ein Samariter, zurückkehrt, um Gott zu preisen und Jesus zu danken. „Sind nicht zehn rein geworden? Wo sind die neun?“, zitierte der Dekan die rhetorische Frage Jesu und übertrug sie auf die kirchliche Gemeinschaft von heute.

Der Ehebund als Wunder der Gnade

Diese biblische Begebenheit übertrug Dekan Eckl auf das Leben der Jubelpaare, die ihren Bund über viele Jahre, mit all ihren Höhen und Tiefen, durch die Liebe Gottes und ihr gegenseitiges Engagement aufrechterhalten haben. Er erinnerte daran, dass die Ehe ein großes Geschenk ist, das sich über die Jahre bewährt hat, und dass die tiefe Liebe füreinander das eigentliche Wunder sei, nicht nur die äußeren Freuden. Er stellte heraus, dass die Liebe nicht aufhört, wo die alltäglichen Herausforderungen und die Härten des gemeinsamen Lebens beginnen, sondern gerade dort ihre Stärke beweist.
Als tiefgründigen Wunsch für die Ehejubilare gab Dekan Eckl ein Zitat von Jean-Baptiste Massillon, einem bekannten Prediger, mit auf den Weg: „Das Gedächtnis des Herzens ist die Dankbarkeit.“ Er ermutigte die Paare, auch in Zukunft in diesem Bewusstsein zu leben und Gott immer wieder neu in ihrem Leben willkommen zu heißen.

Zum Abschluss des feierlichen Gottesdienstes erteilte Dekan Eckl den Ehejubilaren den Segen, als äußeres Zeichen der Wertschätzung und der tiefen Verbundenheit erhielten die Paare bei der Segnung eine rote Rose überreicht. Symbolisch für die Liebe, die in all den Ehejahren gewachsen ist, reichten sie sich zudem, wie am Tag ihrer Trauung, die rechte Hand als Zeichen ihrer erneuerten Zuneigung.

Die Feierlichkeiten fanden nach dem Gottesdienst ihre gemütliche Fortsetzung im Pfarrheim. Dort waren alle Ehejubilare zu einem kleinen Sektempfang geladen, der in entspannter Atmosphäre Gelegenheit zum Austausch, zu guten Gesprächen und zum gemeinsamen Anstoßen auf die vielen glücklichen Ehejahre bot.

Text und Foto: S. Melis

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