„Ist denn heut scho Weihnachten?“ – Nein, aber für Hans Störringer, den bekannten Kunstschnitzer aus Großköllnbach, so etwas ähnliches. Denn für ihn ging ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, als er heute von Bischof Rudolf zu einer Führung durch die Krippensammlung des Bistums empfangen wurde. Begleitet von Dekan Eckl und Freunden, machte man eine Tour durch die unerschöpflich scheinende Krippenwelt. Verschiedene Größen, Materialien, Ursprungsländer, einfache Exemplare und große Kunstwerke, natürlich auch mit je eigenen Ausdrucksformen der Künstler bekamen die Gäste zu sehen. Mit dem Regensburger Oberhirten hatte man schließlich auch den Experten schlechthin an der Seite. Dabei nahm sich Bischof Rudolf viel Zeit für den alten Bekannten aus Großköllnbach, war es doch Hans Störringer, der vor einigen Jahren den Bischof in seiner kleinen Werkstatt zu Gast hatte, als dieser den Palmchristus samt Esel in Auftrag gab. Dieses Werk Störringers führt nun jedes Jahr die Palmprozession vom Ordinariatshof in den Dom an. Den Rest des Jahres verbringt es gut behütet in der Depot- und Schausammlung des Bistums. In unmittelbarer Nähe der großen Passionskrippe ist der Palmesel der Schlusspunkt einer jeden Führung, wenn Bischof Rudolf interessierte Gäste durch den Bestand geleitet und dabei theologische und ikonographische Besonderheiten der einzelnen Darstellungen erläutert. Natürlich führten Bischof und Kunstschnitzer an so mancher Station fachliche Gespräche über die Beschaffenheit und den Ausdruck der Krippenfiguren.
Teile der Krippensammlung sind auch in Buchform zu bestaunen:
